revolution statt krieg

Viva, Lenin, Revolúcia“ schallt es den Menschen am Straßenrand zu. In Erinnerung an die kommunistischen Bolschewiki, die vor 100 Jahren die Oktoberrevolution vollbrachten. Viele Passanten schauen irritiert, andere winken, laufen begeistert mit oder heben die Faust zum Freundschaftsgruß. Auf den alten IFA Wagen erklingt immer wieder die Internationale aus den Hörnern. Schalmeien spielen Revolutions- und Arbeiterlieder.

So zieht der Wagenzug „Revolution statt Krieg“ 7 Tage lang durch 3 Städte. Und ich ziehe ein paar Tage mit ihnen. Weil mich interessiert, wer diese Menschen sind, über die mir niemand etwas sagen kann und die von so vielen Medien als verträumte Stalinnostalgiker und Panzer-Karnevalisten abgetan werden.

Nach ein paar Tagen weiß ich, dass ich jederzeit wieder mitfahren würde. Von Nostalgie oder Realitätsverklärung keine Spur. Revolution kann so ansteckend sein. Und die Lust dieser Menschen darauf, etwas zu verändern, ist es auf jeden Fall.